Balkan
- 5. Juni 2016
- 1 Min. Lesezeit

In den letzten Wochen radelte ich durch jene Staaten, welche noch vor wenigen Jahren das grosse Jugoslawien bildeten. Dabei führte mich die Strasse von Slowenien über Kroatien weiter nach Serbien. Via Bosnien gelangte ich dann nach Montenegro, von wo ich dem Adler bis nach Albanien folgte. Über die mazedonischen Gebirgspässe fand ich schlussendlich den Weg in den Kosovo. Tagelang fuhr ich durch atemberaubende Naturlandschaften. Unberührte, menschenlehre Hochebenen, tiefe Canyons und dramatisch aufragende Gebirgszüge wechselten sich in einer harmonischen Folge ab. Jedes Land hatte dabei seinen ganz eigenen Charakter, die Menschen ihre eigene Geschichte.
Mit meinem Rad war es mir möglich ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Ich versuchte ihnen ihre anfängliche Skepsis zu nehmen, ihnen zu zeigen, dass ich mich als Gast in ihrem Land wohle fühle und dankbar bin hier sein zu können. Und sobald mir dies jeweils gelang, öffneten sie sich und zeigten, wie unfassbar freundliche und hilfsbereite Menschen sie sind.
Es ist schon verrückt, mit welchen Vorurteilen wir doch zu Hause immer konfrontiert werden. Wie wir es uns doch anmassen aus einer totalen Unwissenheit heraus über Länder und ganze Bevölkerungen Meinungen zu bilden.
Ich habe mir nun ein eigenes Bild gemacht, mir viel Zeit genommen mit den Leuten zu sprechen, ihre Stimme zu hören. Und ich bin begeistert. Begeistert von dem was ich gesehen und erlebt habe. Ich werde wieder kommen, irgendwann dann mal nach meinem grossen Abenteuer. Bis dann...











































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